2025-11-18

Zwischen Traum und Wirklichkeit: Hanna Romins Sprache der Gefühle

IMG_8352.jpgHanna Romin – Wenn Kunst die Seele spricht

Kunst ist mehr als Technik – sie ist Sprache, Gefühl und Ausdruck. Hanna Romin, eine Künstlerin, deren Werke zwischen Traum und Realität schweben, erzählt im Gespräch von den Momenten, die sie geprägt haben: vom ersten Preis als sechsjährige Nachwuchskünstlerin bis zu den prägenden Begegnungen mit Meistern wie Herdin Radtke. Ihre Reisen durch Griechenland, Italien, Holland und Spanien haben ihre Seele und damit ihre Kunst tief beeinflusst.

In ihren Bildern verschmelzen Porträt und Surrealismus, Emotion und Geschichte, Realität und Traum. Jedes Werk ist eine Einladung, innezuhalten, zu fühlen und in eine andere Welt einzutauchen. Dieses Interview öffnet einen einzigartigen Blick in die Gedankenwelt einer Künstlerin, die Farben, Formen und Geschichten nutzt, um mit der Welt zu sprechen – und dabei die Herzen der Betrachter berührt.

Wir möchten uns von Herzen bei Hanna Romin bedanken, dass sie ihre Zeit, ihre Gedanken und ihre Emotionen so offen mit uns geteilt hat. Ihre Worte und Geschichten lassen uns die Magie hinter jedem Bild spüren und erinnern daran, dass Kunst weit mehr ist als Technik – sie ist ein Stück Seele, das wir in jedem Pinselstrich fühlen dürfen.

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Hanna, du sagst, du malst seit „immer“ – welcher frühe Moment in deiner Kindheit hat dir das Gefühl gegeben, dass Kunst nicht nur ein Talent, sondern deine eigentliche Lebenssprache ist?
Ich male tatsächlich „seit immer“. Ein Moment, der für mich alles verändert hat, war, als ich sechs Jahre alt war und den 1. Platz bei einem Open-Air-Wettbewerb für Kinder gewonnen habe. Mein Foto und ein kleiner Artikel dazu erschienen in der Zeitung. Ich erinnere mich noch genau an das Gefühl – Stolz, Freude, Ehrfurcht. In diesem Augenblick wurde mir klar: Kunst ist nicht nur etwas, das ich tue, sie ist ein Teil von mir. Sie ist meine Sprache, mein Ausdruck, mein Herz, das auf Leinwand spricht.

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Wie haben deine vielen Jahre des Lernens bei verschiedenen Meistern, besonders bei Herdin Radtke und der Dali-Schule, deine persönliche Identität als Künstlerin geprägt?
Jedes Jahr bei verschiedenen Meistern war wie ein Puzzlestück für meine Seele. Besonders Herdin Radtke hat mich geprägt – er, der selbst in Spanien neben Dali gelebt und gelernt hat, öffnete mir die Augen für die Magie des Surrealismus. Durch ihn habe ich gelernt, dass Technik nur das Fundament ist; die wahre Freiheit liegt darin, die eigene innere Welt auf die Leinwand zu bringen. Die Begegnung mit alten Meistern und Dali selbst hat mich gelehrt, dass Kreativität keine Grenzen kennt – sie formt Identität, sie heilt, sie lässt mich leben.

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Du arbeitest intensiv mit surrealistischen Elementen und zugleich mit Portraits. Welche biografischen Erfahrungen haben dich zu dieser besonderen Mischung geführt – Traumwelt und Realität in einem Bild zu vereinen?
Mein Herz schlägt für Porträts – immer schon. Ich erinnere mich an ein Porträt eines Mannes in einem Galerie-Schaufenster. Ich war klein, und dennoch hat mich dieses Bild so tief berührt, dass ich es nie vergessen konnte. Es war, als würde dieses Gesicht mir Geschichten zuflüstern, die nur ich hören konnte. Die Verbindung von Traumwelt und Realität erlaubt mir heute, „noch mehr“ zu erzählen: Gefühle, Erinnerungen, Sehnsucht. Meine Bilder sind keine bloßen Darstellungen – sie sind Einladungen, die Augen zu öffnen, die Seele zu fühlen und für einen Moment in eine andere Welt zu treten.

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Deine Reisen durch Italien, Spanien, Frankreich und Griechenland waren für dich wichtige Lernstationen. Welche dieser Orte hat deine Seele am stärksten verändert – und wie spiegelt sich das in deinen Bildern wider?
Jedes Land hat mein Herz berührt, aber Griechenland, Italien, Holland und Spanien haben meine Seele auf eine Weise bewegt, die Worte kaum beschreiben können. Die Geschichte, die Kunst, die Menschen – sie haben mich gelehrt, Schönheit in Details zu sehen, Leidenschaft in Farben zu fühlen. Wenn ich heute male, fließt ein Stück dieser Länder in jede Pinselbewegung, in jede Licht- und Schattenkomposition. Es ist, als würden ihre Seelen durch meine Bilder sprechen.

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Deine Werke strahlen Energie, Kraft und Botschaften aus. Welche persönlichen Erlebnisse oder inneren Kämpfe tragen diese Botschaften in sich, und was möchtest du damit den Menschen erzählen?
Meine Bilder tragen meine Geschichten, meine Träume, meine Kämpfe. Sie sind Ausdruck von Freude, Schmerz, Hoffnung und Sehnsucht – alles in einem Atemzug. Ich möchte, dass Menschen beim Betrachten innehalten, dass sie fühlen, nicht nur sehen. Meine Kunst ist ein Dialog: Ich erzähle, ich frage, ich lasse Raum für Interpretation. Sie ist ein Spiegel, der jedem erlaubt, sich selbst zu begegnen, Gefühle zu entdecken und vielleicht ein Stück Heilung  zu finden.

Admin - 15:27:21 @ Allgemein, ARTIST, EXHIBITION | 2 Kommentare



 
 
 
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